Historische Landhäuser und Landgüter in Wassenaar

Wassenaar ist ein lang gestrecktes, am Dünenrand gelegenes Dorf. Im Westen grenzt es an das Meer, im Süden an Den Haag. Bereits um 1800 v.Chr. war das Gebiet der heutigen Gemeinde Wassenaar bewohnt. Die ersten Bewohner fanden an den Strandwällen, inmitten der sumpfigen Dünenlandschaft, zu der das Meer noch freien Zugang hatte, einen sicheren und trockenen Siedlungsort. Um 1150 wurde hier eine Kirche errichtet. Sie ist dem angelsächsischen Missionar Willibrord gewidmet, der im 7. Jahrhundert das Christentum in dieser Gegend verbreitete. In der Nähe der Kirche befand sich eine Burg. Die große Festung lag auf einem künstlichen Hügel, der erst im 20. Jahrhundert abgetragen wurde. Dieser Hügel wurde Wassenaar genannt (übersetzt mit ‚steiler Hügel‘, in der Nähe von ‚sumpfigem Land‘). Die Herren Van Wassenaar, die neben dem Schloss noch zahlreiche Ländereien und das alte Kirchendorf besaßen, sollen ihren Namen von diesem Hügel abgeleitet haben.

Landsitze
Das Dorfzentrum von Wassenaar blieb über Jahrhunderte klein. Der Dünengürtel zwischen Den Haag und dem alten Dorf wurden später von den wohlhabenden Einwohnern Den Haags ‚entdeckt‘. Sie suchten nach schönen Plätzen in der Umgebung, die sich für die Errichtung von Landsitzen eigneten. Als Folge dieser Entwicklung sind im 17. Jahrhundert die Schlösser Clingendael und Duinrell entstanden. Um 1795 zählte Wassenaar nicht weniger als 26 Landsitze außerhalb des Siedlungsgebietes.

Illustre Bewohner
Einige erlauchte Bewohner dieser Landsitze hatten großen Einfluss auf das heutige Wassenaar. Adriaan Pieter Twent van Raaphorst, wohnhaft im Huis De Paauw und ‚Minister‘ für ausländische Angelegenheiten und Verkehr unter König Louis Napoléon Bonaparte, ließ um 1805 die Straße zwischen Den Haag und Haarlem (heutige N44 / A44) pflastern. Prinz Friedrich der Niederlande, Bruder von König Wilhelm II., besaß von 1838 bis 1881 nicht nur das Haus De Paauw. Er kaufte auch zahlreiche benachbarte Landgüter, wodurch ein großes, zusammenhängendes, grünes Areal entstand.

Villensiedlung
Durch die Eröffnung der Hofpleinlijn im Jahr 1908, der Zugverbindung zwischen Rotterdam und Den Haag, wurde Wassenaar für die Einwohner Rotterdams, die gerne auf dem Land wohnen wollten, leichter zugänglich. Mit der Errichtung der Straßenbahnlinie Den Haag – Wassenaar - Leiden in den Jahren 1923/25 konnten viele betuchte Stadtbewohner näher am Meer wohnen.
Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zog Wassenaar Tausende neuer Einwohner an. Nach dem Tod von mehreren Großgrundbesitzern wurden große Grundstücke zur Verfügung gestellt, die von Projektentwicklern zu Baugrundstücken aufgeteilt wurden. Es entstanden attraktive Villenparks. Straßenbahn und Zugstrecke sind inzwischen längst verschwunden, aber Wassenaar hat immer noch den Ruf eines Villendorfs. Die Gemeinde zählt gegenwärtig mehr als 25.000 Einwohner.

Besondere historische Fotografien
In der Bilddatenbank der Gemeinde Wassenaar ist umfangreiches Fotomaterial zu finden. Wassenaar war schon zu früheren Zeiten für seine wunderschönen Landhäuser und Villen bekannt. Viele Fotos dieser historischen Gebäude sind in der Bilderbank zurückzufinden. Wenn man nach den niederländischen Suchworten ‚Villa‘ oder ‚Landgoed‘ sucht, werden nacheinander die Bilder monumentalen Landhäuser auf dem Bildschirm angezeigt. Viele dieser Häuser existieren nicht mehr. Interessant sind auch die Fotografien aus dem 19. Jahrhundert, darunter einige Porträts von ehemaligen Bürgermeistern von Wassenaar und von Prinz Frederik und seiner Familie. Prinz Friedrich der Niederlande war der zweite Sohn von König Wilhelm I. Er lebte von 1838 bis zu seinem Tod in Jahr 1881 im Herrenhaus De Paauw, dem heutigen Rathaus von Wassenaar, in dem auch das Archiv untergebracht ist.

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